Ich wurde für einen Workshop gebucht. Das Ziel: LinkedIn als Sichtbarkeitskanal für das Unternehmen nutzen. Doch während der Arbeit merkte ich schnell, dass wir an einer ganz anderen Stelle ansetzen mussten.
Wenn verschiedene Rollen aufeinandertreffen
Zwei Dinge kamen im Raum zusammen: Zum einen hatte jeder Teilnehmende eine völlig andere Erwartung an den Workshop. Zum anderen gab es kein gemeinsames Verständnis für die Unternehmenskultur. Während der Jurist vor allem die rechtlichen Risiken sah, dachte die Marketing-Expertin an die Reichweite. Was fehlte, war ein einheitliches Bild davon, wofür das Unternehmen eigentlich steht und wie es sich als Marke präsentieren möchte
Ohne Fundament keine Wirkung – 7 Impulse
Wenn die interne Basis nicht geklärt ist, wird jede Sichtbarkeit nach außen schwierig. Damit ihr in euren Projekten alle auf den gleichen Stand bringt, helfen diese 7 Impulse:
- Den „Erwartungs-Check“ vorab machen
Fragt vor dem ersten Termin ab: Was soll am Ende konkret auf dem Tisch liegen? Wenn die Ziele zu weit auseinandergehen, muss erst die Richtung geklärt werden. - Rollen-Denken hinterfragen. Fachwissen ist wichtig, aber für die gemeinsame Kommunikation müssen alle die „Abteilungs-Brille“ kurz absetzen. Das Ziel ist das gemeinsame Ganze.
- Das „Wir“ gemeinsam definieren. Wer sind wir als Unternehmen wirklich? Wenn das intern nicht klar ist, wirkt jede Botschaft nach außen unentschlossen. Klare Werte geben dem Team Sicherheit.
- Erwartungen aktiv steuern. Moderiert die verschiedenen Wünsche frühzeitig. Es hilft, offen zu sagen: „Heute konzentrieren wir uns auf Punkt A, damit wir später bei Punkt B vorankommen.“
- Eine gemeinsame Sprache finden. Unterschiedliche Fachbereiche nutzen oft die gleichen Begriffe für verschiedene Dinge. Sorgt für ein einheitliches Verständnis, um unnötige Diskussionen zu vermeiden.
- Transparenz über den Kurs schaffen. Nur wer die Strategie des Unternehmens kennt, kann seinen eigenen Beitrag dazu richtig einordnen. Fehlende Infos führen fast immer zu falschen Erwartungen.
- Den Prozess unterbrechen, wenn das Fundament wackelt
Wenn ihr merkt, dass grundsätzliche Fragen zur Kultur offen sind: Klärt diese zuerst. Es bringt nichts, über Details zu streiten, wenn die Basis noch nicht steht.
Zeit und Energie sparen durch Klarheit
Gute Zusammenarbeit entsteht, wenn man sich die Zeit nimmt, diese Punkte vorher zu klären. Das spart am Ende allen Beteiligten viel Zeit und Energie.
In vielen Unternehmen entstehen Konflikte nicht aus bösem Willen, sondern aus unterschiedlichen Erwartungen. Wenn diese Punkte früh geklärt werden, wird Zusammenarbeit deutlich einfacher.
Manchmal hilft dabei ein Blick von außen. In meiner 90-minütigen Klarheits-Session schauen wir gemeinsam auf eure Situation, ordnen Perspektiven und entwickeln erste konkrete Schritte für mehr Orientierung in der Kommunikation.
